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Es gibt jedoch noch ein weiteres Merkmal des sogenannten Konjunkturzyklus, das unsere Erklärung decken muß, wenn sie angemessen sein soll, nämlich die ... Tatsache, daß die Ablösung einer Aufwärts- durch eine Abwärtsneigung oft plötzlich und heftig eintritt, während es in der Regel keinen solchen scharfen Wendepunkt gibt, wenn eine Abwärts- durch eine Aufwärtsneigung abgelöst wird.
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John M. Keynes |
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Der Unterschied zwischen dem oberen und dem unteren Wendepunkt ist so wichtig, entspricht so nachdrücklich der Wirklichkeit, daß auf seine Erklärung ein ganz besonderes Gewicht zu legen ist. Gerade bei der Erklärung des oberen Wendepunktes, beim jähen Absturz in die Tiefe, hatte die bisherige Konjunkturtheorie versagt, alle scheinbar oder wirklich aufgedeckten Disproportionalitäten vermochten darüber nicht hinwegzutäuschen, daß die angeführten Gründe bestenfalls geeignet waren, Friktionen und Reibungswiderstände zu erklären, aber nicht den Konjunkturumbruch als solchen.
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Gerhard Kroll |
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Nach der kreislauftheoretischen Analyse entwickelt sich eine freie Marktwirtschaft in Zyklen, die mehrere Perioden lang dauern. Bei Ökonomen ist es üblich, diese Perioden - man kann etwa Jahre annehmen - vier Phasen zuzuordnen: Aufschwung, Boom, Absturz, Krise. Dieser Ablauf lässt sich mit Beispiel darstellen, das eine Struktur des geschlossenen Kreislaufes hat:
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Auf das Bild klicken, um es zu vergrößern → |
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| Nettoeinkommen: |
| Sektor 1: |
1000 |
| Sektor 2: |
1000 |
| Sektor 3: |
2000 |
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4000 |
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| Konsumproduktion: |
| Sektor 1: |
0 |
| Sektor 2: |
0 |
| Sektor 3: |
4000 |
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4000 |
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In dem Beispiel produzieren zwei Sektoren Produktionsgüter und der dritte Konsumgüter.
Man kann sich diese Strurkutr auch so vorstellen: Sektor 2 produziert Rohstoffe, Sektor 1 Maschinen und Sektor 3 Nahrungsmittel.
Das Flussdiagramm zeigt diese dreisektorale Wirtschaft im stationären Zustand, der sich beliebig lange unverändert wiederholen lässt. In diesem Zustand, von dem wir ausgehen, sind alle Güterströme - gemessen in absoluten Preisen - geschlossen. Das betrifft jeden einzelnen Sektor, aber den Konsummarkt genauso: Die gesamte Nachfrage nach den Konsumgütern (die Summe der externen Inputs aller Sektoren) ist nämlich gleich dem gesamten Angebot an den Konsumgütern (dem Output des Sektors 3). Heben wir nur noch ausdrücklich hervor, dass wir in unserer bisherigen Analyse die realen Disproportionalitäten - heute sagt man dazu strukturelle Probleme - nicht berücksichtigt haben, und das wollen wir auch weiterhin nicht tun.
Mit unserem Tool können wir Wachstum dieser Wirtschaft simulieen. Zusätzliche Bedingungen, wie das Wachstum verlaufen soll, werden entsprechend den eigenen Wünschen in die Tabelle eingetragen - in den erlaubten Bereichen.
Wenn die Werte (Parameter) der Tabelle mit dem roten Pfeil abgesendet werden, bekommt man den folgenden Ablauf der Wirtschaft in 12 Perioden - es können etwa Jahre sein:
Dort wo rote Zahlen erscheinen, hat sich ein Nachfragemangel gebildet, zuerst in der ersten und zweiten Periode. Danach wächst die Wirtschaft problemlos. Der Nachfragemangel beim Beginn des Wachstums ist eingehend auf meiner Website
beschrieben.
Würde man noch Häkchen in der Tabelle setzen, werden auch noch zusätzliche numerische Werte für die Sektoren in jeder nacheinander folgenden Periode angezeigt. Mehr dazu in:
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Handhabung
&
Anmerkungen |
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| YK : |
Wert der insgesamt hergestellten Produktionsgüter ( Sektor 1 + 2 ) |
| YK' : |
Zuwachs von YK in Bezug auf die vorige Reproduktionsperiode |
| I1', I2', I3' : |
Neue nominale Investitionen der Sektoren 1, 2 und 3 |
| S'% : |
Summe aller Ersparnisse in Bezug auf Summe der Nettoeinkünfte aller Sektoren in Prozentpunkten |
| L% : |
Beschäftigungszuwachs der Wirtschaft (alle Sektoren) in Prozentpunkten |
| Cc : |
Wert der insgesamt hergestellten Konsumgüter ( Sektor 3 ) in konstanten Preisen |