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Handhabung & Anmerkungen: |
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Wenn die Werte (Parameter) der Tabelle mit dem roten Pfeil abgesendet werden, bekommt man den folgenden Ablauf der Wirtschaft in 12 Perioden - es können etwa Jahre sein:
Wichtige Annahme dieses Ablaufs:
Im Programm, das dem Simulationstool zugrunde liegt, wird jeder Nachfragemangel ignoriert - die unverkäuflichen Güter verschwinden (!) einfach. Nur dann würde sich das Wachstum so fortsetzen wie gerade dargestellt. So etwas könnte in der Wirklichkeit kaum passieren, möglich wäre es nur, wenn es den betreffenden Sektoren etwa gelingen würde, den Nachfragemangel unverzüglich zu exportieren.
Bemerkung 1:
Wenn die Bedingungen des Wachstums so festgelegt sind wie oben, ist es mit dem Tool auf zweierlei Weise möglich zu verhindern, dass beim Beginn des Wachstums ein Nachfragemangel entsteht, nämlich mit diesen zusätzlichen Werten Wenn die Bedingungen des Wachstums so festgelegt sind wie oben, ist es mit dem Tool auf zweierlei Weise möglich zu verhindern, dass beim Beginn des Wachstums ein Nachfragemangel entsteht, nämlich mit diesen zusätzlichen Werten ...
oder auch mit folgenden.
Beide Fälle sind auf den Websiten bzw. eingehend behandelt.
Man kann die erste und die zweite Möglichkeit kombinieren, zum Beispiel:
Bemerkung 2:
Vom Beginn der dritten Periode an wächst die Wirtschaft problemlos, so lange die Preise noch nicht begonnen haben zu fallen. Dann bildet sich ein allgemeiner Nachfragemangel. Auch dieser Fall, wie die Wirtschaft nach der Hochkonjunktur durch Preissenkung bzw. durch allgemeinen Nachfragemangel (general glut) abstürzt, wird eingehend auf der Website erörtert.
Bemerkung 3:
Wie bereits angedeutet, lässt sich – zumindest „theoretisch“ betrachtet - der Nachfragemangel exportieren. Darin lag das „Geheimnis“ des Erfolgs der deutschen Wirtschaft nach den sozialdemokratischen ökonomischen Reformen („Agenda 2010“, Schröder), die im Grunde nichts anderes als Sozial- und Lohndumping waren. Erstaunlich dabei ist – oder auch nicht (!?) -, dass Deutschland dabei nur die Fehler aus der Weimarer Zeit (Brüning) wiederholte. Kurz habe ich das auf der Website unter der Überschrift Geschichte wiederholt sich nicht (sofort) zusammengefasst bzw. Es ist längst bekannt, wie sich Staaten vor solchen Praktiken schützen, nämlich indem sie ihre Währung entwerten (devalvieren). Aber wegen der gemeinsamen Währung konnten die deutschen Nachbarn das diesmal nicht tun, so dass Deutschland einfach seinen Nachfragemangel ihnen aufgebürdet und damit eigene Arbeitsplätze (vorläufig) gerettet hat. Diese niederträchtige Praxis wurde in Deutschland sogar zur höchsten Tugend erklärt – zu einer nationalen Meisterleistung („Exportweltmeister“). Das hat naive deutsche Ökonomen, die immer neoliberale Fanatiker waren, zu noch größeren neoliberalen Fanatikern gemacht - vielleicht zu den größten in der ganzen Welt. Aber die Zeit ist gekommen, für diese Dummheit und Dreistigkeit zu bezahlen. Die deutschen Überschüsse sind zu Schulden der betreffenden Länder (negative TARGET-Salden) geworden. Nachdem diese Länder erfolgreich deindustrialisiert worden sind, wie können sie da jetzt ihre Schulden zurückzahlen? Den schwachen Ländern, vor allem den ehemals kommunistischen, wird man einfach all ihre Naturressourcen (legal) rauben, aber mit stärkeren Nachbarn wird man das nicht so einfach tun können. Zurückhaltend formuliert, das lässt nichts Gutes ahnen. Historiker sind sich nämlich darüber einig, dass die ganze Neuzeit (1500–1945) hindurch für Europa der Krieg ein Dauerzustand war – man spricht auch vom „Dark Continent“ (Mark Mazower).
Bemerkung 4:
In der neoliberalen Theorie gibt es bekanntlich weder Nachfragemangel noch Zyklen. Man fragt sich, welche spitzfindige Erklärung wird den Neoliberalen einfallen, um die heutige Krise zu erklären? Ihr „klassischer“ Erklärungsversuch wäre: Russland ist immer und an allem schuld. Was tun aber, wenn auch der erneute europäische „Drang nach Osten“ scheitert? Dann scheint nur noch die KI als Schuldige am nächsten periodischen Kollaps der neoliberalen Wirtschaft übrig zu sein.
Bemerkung 5:
Erwähnt ist schon, dass Depression deshalb länger oder sogar ganz lang dauert, weil die freie Marktwirtschaft aus eigener Kraft, also spontan den neuen Zyklus gar nicht in Gang setzen kann. Aber in der Praxis wurden Depressionen (Krisen) gleichwohl überwunden! Das ist richtig. Diese Problematik habe ich erst in meinem neuen Buch behandelt, und zwar anhand der historischen Tatsachen. Aus ihnen ergibt sich, dass längere Depressionen bisher immer nur mit Kriegen überwunden wurden. Diese Aufgabe haben auch heutige Kriege. Aus meiner Argumentation schlussfolgere ich, dass diesmal die Kriege zum Untergang des neoliberalen westlichen (kolonialen) Kapitalismus führen werden, mehr noch, wir erleben die finale Agonie der historischen Epoche der Moderne. Aber ich will gar nicht ausschließen, dass eine neue Epoche eine bessere sein kann - sogar mit ziemlicher Wahrscheinlich auch sein wird.
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